Geschichte der Privatschule Friesgasse
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Die Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (SSND), gegründet von Theresia von Jesu Gerhardinger, ist eine internationale Gemeinschaft von katholischen Ordensfrauen. Diese wirken in über 30 Ländern im Dienst der Erziehung. Sie waren bis Juli 2005 Träger der Privatschule Friesgasse. |
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| 1833 |
Gründung der SSND in Bayern, Oberpfalz; rasche Ausbreitung der Gemeinschaft in Europa und Nordamerika |
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| 1853 |
erste Gründung in Österreich: Freistadt in OÖ |
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| 1860 |
Gräfin Flora Fries beruft Schulschwestern nach Wien und beauftragt sie mit der Führung eines Waisenhauses in der Clementinengasse, Wien Fünfhaus. |
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| 1864 |
Von den Schwestern wird in der Friesgasse ein Grundstück gekauft und ein Asyl für herbergslose Fabrikmädchen errichtet. |
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| 1865 |
Eine Kinderbewahranstalt und Industrieschule werden eröffnet. |
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| 1866 |
Verwundete aus der Schlacht von Königgrätz werden im Kloster gepflegt. |
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| 1867 |
Das Kloster erhält von der k.k. Statthalterei die Konzession für die Führung einer Hauptschule. Das Haus Friesgasse 72 wird gekauft. Es entsteht ein Neubau mit 6 Klassen. Die ergiebigen Spenden kommen u.a. von Kaiser Franz Josef.
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| 1878 |
Genehmigung eines Kindergartens Zweite Schulerweiterung: das Haus Friesgasse 70 wird gekauft; ein Neubau mit 4 Klassen und einem Saal (Aula) entsteht.
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| 1893 |
Die Hauptschule wird umgewandelt in eine 5klassige Volks- und eine 3klassige Bürgerschule. |
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| 1919 |
Eröffnung einer Haushaltungsschule |
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| 1920 |
Errichtung einer Bildungsanstalt für Koch- und Haushaltungsschullehrerinnen |
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| 1927 |
Im Jahr der Schulreform ändern sich auch die Schulformen in der Friesgasse: 4klassige Volksschule, 3klassige Bürgerschule läuft aus 4klassige Hauptschule wird neu installiert 3klassige Gewerbeschule wird gegründet (als „Einstieg in den Hausfrauenberuf“)
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| 1931 |
Eröffnung einer Handelsschule |
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| 1932 |
Eröffnung eines Realgymnasiums für Mädchen. Die erste Direktorin, Hofrat Pieller, ist Gründerin der Institution des Elternvereins in Wien. Die Schule ist gut besucht, aber schon damals vermerkt die Chronik, dass mehr als die Hälfte der Kinder Ermäßigung oder Schulgeldbefreiung hat. |
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| 1938 |
Die Klosterschule wird geschlossen. In den Räumlichkeiten wird eine staatliche Oberschule geführt. Die Schwestern arbeiten in Pfarreien und im Lazarett. Die Friesgasse darf ihren Namen nicht mehr tragen und heißt in der Nazi-Zeit „Scharnhorstgasse“. Schwere Kriegsschäden sind zu verzeichnen. |
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| 1945 |
Wiedereröffnung des Kindergartens, der Volksschule, der Hauptschule und des Gymnasiums mit Frauenoberschule (= später Wirtschaftskundliches Realgymnasium) |
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| 1964 |
Eröffnung der dreiklassigenHandelsschule |
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| 1969 |
Der Neubau des Schulgebäudes wird fertiggestellt und von Kardinal König eingeweiht. |
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| 1980 |
Umbau der Clementinengasse. Der Turnsaal (T1) im Tiefgeschoss entsteht |
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| 1981 |
Die Hauptschule und das Gymnasium nehmen die ersten Knaben auf. Die Friesgasse ist die erste Privatschule Wiens, die diesen Schritt setzt.
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| 1991 |
Es kommt zur strukturellen Trennung von Werk (Betrieb) und Konvent. Die „Werksleitung“, später umbenannt in „Leitung Schulzentrum“ , wird eingerichtet. Sie ist verantwortlich für die Führung des gesamten Schulzentrums und die Repräsentanz nach außen. |
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| 1992 |
Das Internat wird nur mehr auslaufend geführt und die Nachmittagsbetreuung den Erfordernissen angepasst: Übersiedlung in die freien Internatsräume, längere Öffnungszeiten, Modulsystem |
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| 1993 |
Das Wirtschaftskundliche Realgymnasium läuft aus. Das naturwissenschaftliche Realgymnasium wird eröffnet. |
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| 1998 |
In der Volksschule wird in einer Reihe von Klassen nach und nach verstärkt montessori-orientiert gearbeitet. |
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| 1999 |
Die Hauptschule beginnt die erste Integrationsklasse. |
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| 2000 |
Nach einer längeren Vorlauf-Phase wird der AbsolventInnen-Verein gegründet. In der Handelsschule wird für die neuen SchülerInnen eine Schuleingangsphase eingeführt
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| 2001 |
Die Hauptschule wird als Kooperative Mittelschule geführt. In der Handelsschule startet eine erste COOL-Klasse
(Cooperatives Offenes Lernen) |
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| 2004 | Das Schulzentrum weist nach einem kontinuierlichen
Wachstumsprozess erneut die SchülerInnen-Höchstzahl auf.In der VS wird die „Offene Schule“ eingeführt. |
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| 2005 |
Die Leitung der SSND in Österreich gründet den Verein „Schulverbund SSND Österreich / Schulschwestern Notre Dame“ und übergibt am
1. Juli ihre drei Bildungseinrichtungen dem Schulverbund, darunter das Schulzentrum Friesgasse, der ab nun als Träger fungiert.
Im September eröffnet die Handelsschule den ersten Jahrgang des HAK-Aufbaulehrgangs. |
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2006/ 2007 |
Das Schulzentrum weist nach einem kontinuierlichen Wachstumsprozess die SchülerInnen-Höchstzahl von 1500 auf. |
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| 2009 |
Die Handelsschule eröffnet den Schulversuch „Übergangsstufe“. |
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| 2010 |
Das 150-Jahre-Jubiläum wird in mehreren Festveranstaltungen gefeiert. |
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| Die Schule
ist zunehmend "bunt" geworden: unsere Statistik weist
jährlich rund 40
verschiedene Muttersprachen und 20 verschiedene Religionsbekenntnisse
auf. |
| Diese
multikulturelle und multireligiöse Ausrichtung hat pädagogische
und weltanschauliche Gründe. |
| Ein
weiterer Schwerpunkt liegt auf der Pflege des interrelogiösen
Dialogs bzw. auf Ökumene. |